Dinner for One 

 

 

29.12.2018

Kulturbahnhof Idstein

 

30.12.2018

Wiesbaden

Geschlossene Gesellschaft

 

31.12.2018

Bad Homburg

Geschlossene Gesellschaft

 

 

 

PRESSEARTIKEL AUS DEM WIESBADENER KURIER VOM 29.12.2016

<Von Marion Diefenbach

IDSTEIN - Als James alias Rüdiger Noll mit Servierhand in der Luft, Wackelkopf und steifem Bein die Spielfläche – diesmal ohne Bühne – mit dem riesigen, blumengeschmückten Tisch betritt, bricht das Publikum in spontanen Applaus aus. Denn das Schlangenbader Ensemble „Alles Theater“ in der Regie von Alexandra Egert hat hier bereits im vergangenen Jahr in zwei ausverkauften Vorstellungen den britischen Dauerbrenner „Dinner für One“ im Original und „uff Hessisch“ gezeigt und das Publikum begeistert.

Christine Neumann als Miss Sophie, den Idsteinern bereits bestens bekannt aus „Die Physiker“ nach Friedrich Dürrenmatt, füllt perfekt ihre Rolle als 90-Jährige an ihrem Geburtstag aus, bei dem die vier bereits verstorbenen Freunde beim Zuprosten mit Sherry, Weißwein, Champagner und Portwein allesamt von James ersetzt werden müssen, der natürlich zunehmend unter Alkoholeinfluss gerät und schließlich versehentlich aus der Blumenvase trinkt. Sein grimassenuntermalter Kommentar „I’ll kill that cat“ (Augen zu und durch) löst viel Erheiterung aus ebenso wie die originalgetreuen Running Gags, obgleich James nicht allzu oft über das Tigerfell am Boden stolpert und der Schlusssprung über das Fell entfällt: Sir Toby will stets mehr von jedem Getränk eingeschenkt haben, als Admiral Schneider muss James jedes Mal mit dem Ausruf „Skål!“ die Hacken zusammenschlagen und nach jedem Gang fragt James, ob es „The same procedure as last year, Miss Sophie?“ sein muss.

Nach dem zunächst auf Englisch präsentierten Stück, das im Original lediglich 20 Minuten dauert, kehrt Miss Sophie nach der Pause mit Fuchsschwanz um den Hals zurück, den sie etwas später überreden kann, ihre Serviette im Maul festzuhalten. Ab jetzt hagelt es hessische Sprüche, auch wenn die Namen der Protagonisten und gespielten Gäste, die bereits „uffm Kirchhof liege“, beibehalten werden: „Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr, Miss Sophie?“, fragt James immer wieder, serviert „schee Markklössjesupp“, Winzersekt, „Forellsche, was heut moin noch geschwomme is“, „forztroggene Sherry“ und „frisch Hinkelsche“, das, als James es nach einem Stolperer mitsamt Teller in hohem Bogen fallen lässt, „aach noch fliegt“, und lässt sich trotzdem „alter Simpel“ nennen, als er nur höchst ungern als Schneider den Hackenschlag wiederholt… Dem Schluck aus der Vase schließlich folgt diesmal die Ankündigung: „Ich muss emol die Katz verjage.“ Erneut erntet er heftige Lacher.

Eingespieltes Schauspielerduo

Die beiden wunderbaren Schauspieler, die seit vielen Jahren das „Dinner for One“ zelebrieren, überzeugen durch absolute Spielfreude und Sicherheit. Andere Ensemblemitglieder des seit fünf Jahren bestehenden „Alles Theater“ kämen dafür nicht infrage, sagt Egert am Rande der Veranstaltung, und besser wäre es wohl auch nicht zu besetzen gewesen: Das Publikum bedankte sich mit Riesenapplaus.

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                        DINNER FOR ONE

 

das Ensemle bringt den zeitlosen Fernsehklassiker in der original englischen Fassung und in einer hessischen Interpretation auf die Bühne.